Trotz aller Technisierung war und ist die Hand des Arztes immer Basis für ärztliche Diagnostik und Therapie

Die manuelle Medizin gilt als konservativ-orthopädische Methode, die bei schmerzhaften Störungen des Stütz- und Bewegungsapparates in ihren diagnostischen Möglichkeiten unverzichtbar ist. Sie befasst sich grundlegend mit der Wiederherstellung der Beweglichkeit von Gelenken, die in Form und Zusammensetzung intakt sind, deren Funktion jedoch gestört ist. Funktionsstörungen wie eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule und der Gelenke, Faszien und Muskeln sind die Zielpunkte der Manuellen Medizin. Diagnostik und Therapie beruhen auf biomechanischen und neurophysiologischen Prinzipien und erfolgen per Hand unter präventiver, kurativer und rehabilitativer Zielsetzung. Die Schmerz- und Funktionsanalyse erfolgt durch spezifische Untersuchungen der Gelenkstrukturen.

In weiterer Folge können spezielle Druckpunkt-Techniken die Verspannungen und Schmerzen in der Muskulatur reduzieren oder eliminieren. Durch die Stimulation wird die ohnehin schon überhöhte Spannung im Muskel so hoch, dass der Körper automatisch gegenreguliert (Prinzip der Übersteuerung). Es wird ein Reflex ausgelöst, der zur Lösung der Spannung führt. Dabei wird eine Bewegung simuliert, die der Organismus selbst gar nicht mehr ausführen kann.

Das Zentralnervensystem ist nun in der Lage, die ursprünglichen Bewegungsmuster und gesunden Spannungszustände vor der Verletzung oder Beeinträchtigung als Programm wieder abzurufen und so die erforderlichen Korrekturen durchführen. Es findet ein Neueinstellungsprozess statt, der wiederum zu einer Verbesserung der Dehnfähigkeit und zum Spannungsausgleich führt. Muskuläre Balance und somato-emotionale Tiefenentspannung sind die Resultate.

Entsprechende Behandlungen des Bewegungsapparates finden schon in den ältesten Aufzeichnungen (bis 3000 v. Chr.) Erwähnung.

Indikationen

  • Blockierungen der Gelenke
  • Beschwerden des gesamten Bewegungsapparates wie z. B.
    • Rücken-, Hüft-, Knie-, Fußschmerzen
    • Bandscheibenprobleme
    • Zervikalsyndrom
    • Beckenschiefstand, Skoliose
© , Yogatherapie Peter Poeckh