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Was Yoga wirklich verändern kann

  • Autorenbild: Dr. Peter Poeckh
    Dr. Peter Poeckh
  • vor 21 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Ein Gespräch mit Helga Baumgartner


Manche Wege beginnen mit Stress.


Bei Helga war es eine hochbelastete Jugendzeit. Später ein forderndes Architekturstudium. Viel Druck, viel Ambition, viel Yang. Yoga war zunächst kein spiritueller Weg – sondern Selbstregulation. Ein Versuch, besser zu schlafen. Ruhiger zu werden. Funktionieren zu können.


Und genau das ist spannend.


Denn viele von uns kommen über den Körper ins Yoga. Über Spannung. Über Erschöpfung. Über das Gefühl, dass „irgendetwas fehlt“.


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Architektur und Anatomie – zwei Welten, ein Prinzip


Helga hat Architektur studiert. Tragwerkslehre, Statik, Druck- und Zugverhältnisse.


Was sie dort gelernt hat, erkennt sie heute im Körper wieder:

Tensegrity-Modelle. Druckstäbe. Zugverbindungen. Belastungslinien.


Die Maschine muss laufen, sagt sie.


Und doch stellt sich irgendwann eine andere Frage:

Wohin fährt dieses „Auto“, das so perfekt konstruiert ist?

Hier beginnt Yoga.



Vom Yang ins Yin


Helga beschreibt sich selbst als ambitioniert. Leistungsorientiert. Zielgerichtet. Das brachte sie auch mit auf die Matte. Mehr Tiefe. Mehr Kraft. Mehr Fortschritt.


Bis sie Yin Yoga für sich entdeckte. Nicht beim ersten Mal. Da war Widerstand. Kampf. Intensität. Aber beim zweiten Mal kam etwas anderes. Loslassen.

„Für mich lag das Glück im Loslassen.“

Dieser Moment war ein Wendepunkt. Nicht nur in der Praxis – sondern im Leben.


Nicht immer alles durch Tun regeln zu müssen. Nicht alles optimieren zu wollen. Sondern sein zu dürfen.


Muss ich nach Indien?

Helga hat ihre spirituelle Lehrerin im Himalaya gefunden. Eine Begegnung, die sie tief berührt hat.

Aber sie sagt klar: Wir müssen nirgendwo hin.


Tägliche Wiederholung ist der Schlüssel. Abhyasa. Wiederholung. Wiederholung.


Ein Blick in die Bhagavad Gita. Ein paar Minuten Meditation. Eine bewusste Asana-Praxis. Ein Mantra. Ein Atemzug.


Nicht die große Erleuchtung im Ashram. Sondern der tägliche Tropfen.


Asana oder Meditation – was ist wichtiger?


Helga stellt nichts über etwas anderes.


Die Maschine braucht Bewegung. Gefäße brauchen Unterstützung. Muskeln brauchen Aktivität.

Aber: Wohin führt mich meine Praxis?


Ein Handstand kann faszinieren. Ein tiefer Backbend kann fordern. Aber wenn das Ziel nur Leistung ist, dreht sich das Auto im Kreis. Die Intention entscheidet.


Warum mache ich das?


Einstieg über den Körper

Ein schöner Gedanke aus unserem Gespräch:

„Man muss den Einstieg erleichtern – und der ist für die Allermeisten über den grobstofflichen Körper.“

Das sehe ich ganz ähnlich. Der Körper ist greifbar. Spürbar. Direkt. Und wenn wir dranbleiben, öffnet sich oft ganz von selbst die nächste Tür.


Yoga ist kein Rückzug vom Leben

Helga geht joggen. Langlaufen. Paddeln. Macht Krafttraining, ist gerne draußen in der Natur.

Yoga bedeutet für sie nicht, sich aus der Welt zurückzuziehen sondern bewusster in ihr zu stehen.

Mit Bewegung. Mit Achtsamkeit. Mit Loslassen.


Diese Folge ist für alle,

– die viel leisten

– die viel denken

– die viel wollen

Und die vielleicht spüren, dass da noch etwas anderes möglich ist.


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👉 Mehr über Helga: https://www.yinplusyoga.de/


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